Tour auf die Bärenfallen

Posted by darkthrone on 10 Juni, 2007 21:55

Heute Morgen präsentierte sich der Sonntag bei uns von der schönsten Seite. Kein Nebel, keine Wolken, nur einen hellblauen mit Sonnenstrahlen durchleuchteter Himmel. Ideales Bikewetter also!

 

Nix wie los dachte ich, nur noch kurz was zu Morgen essen, etwas Ovomaltine trinken (Man soll’s ja mit dem Getränk etwas länger mögen). Bikeutensilien zusammensuchen alles für die Tour vorbereiten, ab in Keller, Pneus und Dämpfer pumpen und zu guter letzt das Bike ins Auto verladen, denn ich fuhr mit dem Auto nach Stans.

 

Um 09:45 in Stans auf dem Parkplatz angekommen juckte es mich schon in den Waden vor lauter Vorfreude wieder mal eine neue Tour kennen zu lernen.

 

Nun ging es endlich los. Ich radelte also von Stans in Richtung Buochs.

 

Schon ausserhalb von Stans wünschte ich mir, dass ich auch ein Navigationsgerät mein eigen nennen könnte, habe nämlich die Abzweigung auf den Wanderweg nach Buochs verpasst und musste noch dazu feststellen, dass die Strassen um mich herum irgendwie nicht mit denen auf der Karte übereinstimmten.

 

Egal, habe dann den Weg doch noch gefunden, welcher am Fusse des Buochserhorns entlangführe und immer wieder einen schönen Blick auf den Vierwaltstädtersee, Rigi, Mythen freigab.

   

 

 

Oberhalb von  Buochs  ereichte ich dann die Alpstrasse welche mich bis zum Tannibüel auf 1527 MüM bringen sollte. Der Aufstieg zum Tannibüel ist mit einer durchschnittlichen Steigung von 10% und mehrheitlich auf Beton noch zu ertragen. Doch einen Teil der Strecke  musste ich an praller Sonne fahren und so Stieg meine Temperaturanzeige 34C° und das schon um 11 Uhr morgens! Egal muss weiter immer weiter nach oben und das Mundstück des Camelbacks wurde immer öfters verwendet. Auf dem Aufstieg stiess ich noch auf viele andere Leidensgenossen.

   

 

Angekommen auf dem Tannibüel und bei der Vorbeifahrt an dessen Restaurant war ich erstmals geschockt. Eh, Eh, Eh, was los! Gibt’s hier was gratis? Ich sah vor lauter Rotsocken den Weg nicht mehr. Sogar eine japanische Reisegruppe viel mir ins Auge. Hallo, eh hier ist doch nicht der Pilatus, oder die Jungfrau!

 

Ich gönnte mir zuerst mal eine kleine Pause (natürlich nicht im überfüllten Restaurant) kramte mir meinen Energieriegel hervor und genoss die Aussicht auf die umliegenden Gipfeln. Einen Blick auf meine Singeltrailkarte gab mir bekannt, dass von nun an nur noch ein kleines Stück  Kiesstrasse und die letzten Höhemeter auf mich wartete bis das Abfahrtsvergnügen beginnen konnte.

      

 

 

 

Flink strampelte ich also die besagten Höhenmeter ab und bog dann auf den Bergwanderweg (Roter Singletrail) in Richtung Bärenfallen ab. Der Trail verlief zwar noch nicht abwärts wahr aber trotzdem schön zu fahren. Auf der Bärenfallen (1580MüM) angekommen sah ich gleich den langen Downhill zur Alp Ahorn welcher auf der Karte als schwarzer Trail eingezeichnet ist.

   

   

 

So mal schauen wie fahrbar dieser Abschnitt ist, dachte ich. Denn im Tourenbeschrieb stand, dass dieser Teil sehr technisch ist und nur von den technisch sehr guten Fahrern ganz auf dem Rad bewältigt werden könne.

 

Ich  klickte mich ein  und folgten dem schmalen steilen Trail abwärts welcher ca. alle 5 Meter mit Kniehohen Absätze und grösseren Steinen gespickt war. Die Dämpfer schmatzen, kamen ab und an an Ihre Einfederungsgrenzen trotz 145mm Federweg und ein breites Grinsen stellte sich auf meinem Gesicht ein. Zum Glück war der schmale Trail nicht mehr so von Rotsocken belagert und so konnte ich mich meistens voll auf die Strecke konzentrieren. Mir wurde sogar von den Wanderern mit staunenden Gesichtsausdrücken bereitwillig Platz gemacht, was ich natürlich mit einem freundlichen Gruss und einem Danke vielmals quittierte.

 

   

 

     

Angekommen auf der Alp Ahorn gönnte ich mir kurz ne kleine Pause um auch mein Adrenalin wieder etwas in normale Bahnen zu bekommen und natürlich musste ich mich wieder mal mit er Bikerkarte rumquälen, ach wieso habe ich kein Navi!

 

Ich war erstaunt dass ich die ganze Abfahrt voll fahren konnte und nicht mal so als absolut unfahrbar fand.

 

Nun ging’s auf einem Forstweg weiter nach Oberrickenbach wo ich natürlich wieder mal den Abzweig verpasste, nerv! Ein netter Rotsocken half mir weiter, Danke!  Weiter ging’s nun auf einem weiteren Forstweg hinunter in Waseneggli, Dallenwil.

   

   

   

 

Auf ca. 900MüM verlangsamte ich meine Geschwindigkeit, denn ich wollte ja die Abzweigung auf den Bergwanderweg hinunter ins Tal nicht verpassen. Dieser war wieder als schwarzer Trail gekennzeichnet und fast noch etwas kniffliger und verbockter wie der Trail zur Alp Ahorn. Wieder mit einem Glücksgefühl im Tal angekommen, nahm ich noch die letzten Kilometer zurück nach Stans zum Auto in Angriff.

               

  

Tourenanforderung:

 

Länge: 40km

Höhenmeter: 1420 ab Stans

Höchster Punkt: 1580 MüM

Technik: Anspruchsvoll

Kondition: Mittel-Schwer

Touren Kartenmaterial: Singletrailmaps Ob-/Nidwalden; Luzern

Information and Links

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Kommentare

Tour

darkthrone | 11/06/2007, 07:57

Ich bin ein Genussbiker, daher schau ich mir auch immer die Landschaft mit an, gehört bei mir dazu. Ja leider sehen Fotos immer harmloser und flächer aus als es in wirklichkeit ist. Irgendwann findet auch ein GPS Gerät den Weg zu mir.

Einmal mehr..

Manchazek | 11/06/2007, 00:17

ein Bericht der Lust aufs Nachmachen weckt. Ich finds auch gut, dass Du trotz all den Trails immer wieder Zeit hast soviele Fotos zu schiessen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass die Bilder viel harmloser aussehen, als es in Echt ist.
Was das GPS-Gerät angeht: Ist echt voll geil! Ich würds nicht missen wollen. Meins hab ich Occasion gekauft. Reicht vollauf um Touren nachzufahren.

Keep bloggin, ich habe leider fast keine Zeit mehr. Gruess