Kamikaze Tour auf den Rigi

Posted by darkthrone on 18 November, 2007 18:11

Heute Sonntag hatte ich und Two Wheels vor bis zuoberst die Rigi zu rocken. Da es letzte Woche sehr, sehr viel Schnee (70cm auf dem Rigi laut Internet) gab verdrängten wir den Gedanken, dass es ev. zuviel Schnee hat und verabredete uns für heute (Sonntag) Morgen.

 

Mein Wecker piepte um 06:30. Ein Blick auf das Aussentermometer verriet mir, dass es -6.3 Grad kalt war. Mir kam nur das Wort „Crazy“ in den Sinn. Nach dem Morgenessen packte ich mich warm ein und der Rest der warmen Sachen fand ihren Platz im Rucksack.

 

Ich fuhr mit dem Auto nach Emmen wo ich um 08:30 auf Two Wheels traf. Weiter ging’s per Bike nach Luzern zum Bahnhof von wo wir den Zug nach Arth Goldau nahmen.

 

In Arth Goldau angekommen sattelten wir auf und fuhren in Richtung Rigi hoch.

Das Thermometer auf meinem Bikecomputer zeigte mittlerweile -7 Grad an. Dank dem Uphill empfand man die Temperatur nicht als störend.

 

Zuerst war die Strasse noch schneefrei, danach wurde es eisig und etwas später schneeig. Für die Nobbys kein Problem trotz 12 Prozent Steigung immer genügend Grip. Nach erreichen des letzten Bauernhofes (ca. 950 MüM) auf der Auffahrt war’s dann leider auch fertig mit dem biken, da die Strasse nun ab hier nicht mehr gepflügt worden war und vor uns eine kniehohe Schneewand stand. Auf einer Skitourenspur schoben wir ab nun unser Bike zu Fuss weiter hinauf bei mittlerweile –8 Grad Celsius. Der Aufstieg wurde nun trotz den Spuren  diversen Tourengänger sehr mühsam. Immer wieder sank man tief in den Schnee ein. Als wir bei einer Alphütte (ca. 1300 MüM) vorbei kamen machten wir eine Pause, unsere Stimmung hatte sich den Temperaturen angepasst. Wir entschlossen einstimmig umzukehren, da der Weg bis auf die Rigi noch weit war und nur noch schlimmer werden konnte. Hier war der Schnee schon um die 70cm tief und nicht wie das die Rigibahn gemeldet hatte auf dem Rigi.

 

Also ging es nun wieder zu Fuss retour, da das Gefälle zu flach war um hinunterfahren zu können im weichen und tiefen Schnee. Ab dem Bauernhof konnten wir dann endlich wieder fahren. Wir fuhren jedoch nicht die „normale“ Strasse zurück sonder nahmen immer wieder Abkürzungen über tief verschneite Weideflächen. Das war einen heiden Spass und entschädigte uns für die Strapazen welche wir auf uns nahmen. Zurück ging es von Arth Goldau nach Luzern und per Bike nach Emmen.

 

Fazit: War trotz aller mühsamen Strapazen eine kamikazemässige, eiskalte Tour mit tollem Snowdownhill.   

Hier noch ein paar Fotos und ein paar Videos des Snowdownhills:

Videos:

www.liecht-vom-lerch.ch/SNV30027.AVI

www.liecht-vom-lerch.ch/SNV30029.AVI

www.liecht-vom-lerch.ch/SNV30030.AVI

 

Ällgistrasse Loop bei Schneetreiben und alles für das Team Kamikaze!

Posted by darkthrone on 10 November, 2007 16:20

Dieses Jahr nehme ich ja im Forum www.mtb-news.de am Winterpokal teil und zwar im Team Kamikaze. Das Ziel des Winterpokal ist es, mit Gruppenmotivation sich auch sportlich in der kalten, nassen Jahreszeit zu betätigen, indem man für sportliches Treiben Punkte erhält.

Heute Samstag war es richtig Winterlich bei uns, oben Schnee unten Regenschnee. Dank der Motivation durch den Winterpokal überwand ich meinen inneren Schweinehund bestieg mein Geistlein und macht mich auf eine kleine Tour im grössten Schneegestöber (z.T. Schneesturm)  und hab mal 9 Punkte für unser Team eingefahren. Am Anfang der Tour gab’s noch keinen Regen, keinen Schnee, ab ca. 1000Müm war dann die Strasse schneebedeckt und es fing auch an zu schneien und Stürmen!  Bin dann immer weiter den Berg rauf, bei eisigen Schneesturmtemperaturen und gepixt im Gesicht wie mit Nägeln von den vielen kleinen Schneeflocken.

Ich dachte zuerst, ich könne die Tour wegen des vielen Schnees auf der Strasse und der doch immer im Bereich von 10-16% Steigung liegende Aufstieg nicht zu Ende fahren da ich irgendwann keinen Grip mehr habe.

Denkste, die Nobby Nic's sind einfach Hammer!!!!! Kein durchdrehen der Räder, nicht mal mit eisigem Untergrund! Mit meinen Fat Albert welche ich am letzten Bike hatte, hätte ich schonlange aufgeben müssen.

Bin dann dank den Nobbys bis zum höchsten Punkt 1315 Müm gefahren, machte eine kleine Pause und danach gab’s denn geilen Downhill auf der total verschneiten Strasse. Die letzten 20 Minuten musste ich dann im starken Regen bis nach Hause fahren und kam verfroren und Nass aber glücklich Zuhause an.

Was nimmt man nicht alles auf sich für sein Team Cool


Hier noch ein paar Bilder dazu:

 

 

 

 

 

 

 

Tour auf den Surenenpass

Posted by darkthrone on 08 Oktober, 2007 11:01

Gestern nutzte ich und Two Wheels nochmals die Gelegenheit, beim schönsten goldenen Herbstwetter, eine Tour auf 2291 MüM zu unternehmen, bevor sich der erste Schnee definitiv auf dieser Höhe niederlässt.

Wir nahmen ab Bahnhof Luzern den Zug und fuhren direkt nach Engelberg. In Engelberg angekommen spürten wir den Gruss des Herbstes. Die Temperatur betrug nur noch 3 Grad Celsius. Zum Glück hatten wir unsere Beinlinge und die langen Handschuhe dabei, denn ohne diese wäre es während der Fahrt brutal kalt geworden.

Nach dem Anpassen der Kleidung an die örtlichen Temperaturen, fuhren wir also in Richtung Fürenalp-Surenenpass immer weiter hinein in das wunderschöne, urchig raue Tal welches einen hochalpinen Eindruck vermittelte. Im Rücken immer die eindrucksvolle Ostwand des Titlis.

Kurz vor der Alp „Stäfeli“ gäbe es die Möglichkeit mit einer kleinen Gondelbahn den Aufstieg zum Pass um fast 400 Höhenmeter und eine Schiebe-/Tragestrecke von ca. 30-40 min zu umgehen. Da wir jedoch keine „Warmdüscheler“ sind, liessen wir natürlich die Bahn links liegen und fuhren weiter bis zur Alp „Stäfeli“. Dort legten wir eine kurze Rast ein und nahmen die Gelegenheit war um ein Stück des sehr feinen Stäfeli Berkäses für das Mittagessen zu kaufen. 

Ab Alp „Stäfeli“ ist noch ein kurzes Stück fahrbar, bis der Alpweg in einen Bergweg mündet und dieser Steil den Hang hinauf folgt. Nun hiess es Schieben und Tragen. Die schöne Natur entschädigte uns jedoch für diese etwas unangenehme Passage.  

Nun ging es auf einem Hochplateau und einer angenehmen Schotterstrasse weiter bis „Blacken“, ein Ort mit einer Alp und einer kleinen Kapelle inmitten einer rauen und einsamen Bergwelt. Nun endlich schickte die Sonne ihre schon sehnlichst erwarteten wärmenden Strahlen zu uns ins Tal hinab. Die Sonne tauchte die Landschaft in einen wundervollen goldigen Schein, welcher die hochalpine Kulisse gleich noch imposanter darstellen lies. Schlagartig stiegen die Temperaturen von 3 Grad auf 20 Grad an. Nun konnten wir unsere warmen Klamotten ausziehen.

  

  

  

 

 Ab „Blacken“ führte uns nun der Weg steile 500 Höhemeter hinauf zum Surenenpass und forderte unsere volle Kondition. Das Anfansstück war noch fahrbar jedoch wurde der Weg immer steilen und somit schoben wir unsere Bikes die letzten 400 Höhenmeter bis zum Pass zu Fuss. Zwischendurch wären zwar einige kurze Stellen wieder fahrbar gewesen, jedoch ist der Weg dort so steil, dass es zu Fuss kräfteschonender und gleich schnell ging wie auf dem Bike.

  

  

   

Als wir um 12.20 Uhr halb verhungert den Surenenpass auf 2291 MüM erreichten gab es endlich was zu Futtern. Wir genossen das wunderbare Bergpanorama und den feinen Stäfelikäse und erholten uns von den Aufstiegsstrapazen.

  

Frisch gestärkt und erholt lagen nun knapp 1900 Höhenmeter sehr technischer und anspruchsvoller Downhill vor uns. Der erste Teil des schwarzen Trails führte uns über Geröllfelder über unzählige enge Serpentinen, knifflige Absätze, loses Gestein und diversen anderen spassigen Hindernisse steil hinunter ins Tal „Waldnacht“. Volle Konzentration war immer gefordert. Unendlich lang kam uns diese Stück vor, ein Traum für jedes Bikerherz.

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Auf diesem ersten Abschnitt machte auch Two Wheels grosses Kettenblatt Bekanntschaft mit einem sehr hohen Absatz welcher ihm gleich mal zwei Zacken aus dem Blatt schlug L.

 

 

Im „Waldnacht“ Tal angekommen ging es nun auf einem kurzen geraden Stück weiter zum „Brüsti“. Hier konnten sich unsere angespannten Beine wieder etwas vom harten aber hammermässigen Downhill erholen. 

Ab Brüsti nahmen wir einen weiteren schwarzen Singletrail welcher fast gerade wiederum mit vielen Serpentinenkurven hinunter ins Tal nach Attinghausen führte. Bei diesem kam jedoch nicht ganz soviel Fahrspass auf, da der Boden sehr matschig nass, gespickt mit vielen rutschigen Steinen und nervenden Holzbalken war. Die hohen Holzbalken konnte man nicht überfahren, da diese schräg zum Trail verliefen und rutschig wie Glatteis waren. Die andauernde Steilheit des Trails war eindrücklich. 

Erschöpft und glücklich von den vielen schönen Eindrücke und spassigen Trails angekommen in Attinghausen fuhren wird das letzte Stück nach Altdorf wo wir dann den Zug über Art Goldau zurück nach Luzern nahmen. 

Fazit: Die genialste Tour die mir bis jetzt unter die Räder gekommen ist. Panorama TOP! Trails einzigartig genial und sehr anspruchsvoll, genau nach meinem Gusto!Surenenpass, I will come back next Year! 

 

Streckendaten: 

Länge. 42km
Höhenmeter: 1440
Kondition: Anspruchsvoll
Technik: sehr Anspruchsvoll (alle schwarzen Trail zu 100% fahrbar mit guter Technik und Bikebeherschung)  

Download GPS File der Tour: surenenpass.gpx 

(Trail von Brüsti nach Attinghausen ist nur bei absolut trockenen Wetter zu empfehlen, da extrem steil und technisch!)

Biketour auf die Dundelegg

Posted by darkthrone on 16 September, 2007 09:02

Die Tour startet beim Bahnhofparkplatz in Giswil. Nach 100 Meter zweigt man von der Hauptstrasse nach links ab auf den Wanderweg und fährt nun auf einem netten Schotterweg  entlang des Flusses „Laui“ bis zur alten Holzbrücke.

 

Bei der Holzbrücke fährt man wieder für ein kurzes Stück auf der grossen Hauptstrasse welche in Richtung Mörlialp führt. Nun biegt man links auf den seit diesem Frühjahr neu gebauten Veloweg ein, welcher zum Fuss des Lungernsee bei Kaiserstuhl führt. Nun fährt man alles am linken Seeufer auf dem offiziellen Velo-/Wanderweg entlang und kann immer wieder die schöne Sicht auf den See geniessen.

   

 

Jetzt erreicht man den Ortsteil „Obsee“ von Lungern.

 

 Nun beginnt der harte und anstrengende Aufstieg zur Alp Dundel, welcher man jedoch auf einer durchgehend betonierten Alpstrasse in Angriff nehmen darf. Ab hier beträgt die Steigung der Strasse meisten zwischen 14%-19%. Entschädigt wird man aber immer wieder mit schönen Panoramen auf Lungern, Kaiserstuhl, Brünig und den See.

 

Nun erreicht man die Alp Dundel welche sich auf 1455 MüM befindet und zu einer kleinen Rast einlädt. Es gibt zwar kein Restaurant aber Käsekauf ist auf der Alp möglich.

 

Jetzt sind es noch knapp 280 Höhenmeter bis man den höchsten Punk der Tour die Dundelegg erreicht. Auf einer Alpstrasse wird der grösste Teil der letzten Höhenmeter in Angriff genommen bis zur Alp Dundelegg. Ab Alp Dundelegg folgt der Bergweg gerade hoch über eine Kuhweide bis auf die Grete der Dundelegg. Fahren ist ab der Alp leider nicht mehr möglich und daher muss das Bike für die letzten 50 Höhenmeter geschultert/gestossen werden

 

 

Auf der Grete angekommen ist nochmals die ideale Gelegenheit für eine kleine Pause. Das Panorama ist genial, Man sieht ins Sarnertal, Lungerntal, Berner Oberland, und kann das Felsmassiv der Rossflue, Schafnase und Giswilerstock  von nahem bewundern, sofern es kein Nebel hat.

 

Der Bergweg führt nun auf dem breiten Grat entlang über das Gras der Alpwiesen bis zum „Sädel“  Beim Sädel hat es ein grosses weisses Kreuz bei welchem man nochmals das schöne Bergpanorama geniessen kann.

     

 

Weiter geht’s nun immer der Grete entlang. Der Singletrail wird nun für ein kurzes Stück technisch anspruchsvoller und steiler bis dieser in eine Schotterstrasse übergeht.

 

   

  

Der Schotterstrasse folgt man nun abwärts bis zum Wegpunkt „034 links“ (Wanderwegschild ->Kaiserstuhl). Der kommende Bergweg hat es nun in sich. Auf einem sehr schmalen Singletrail welcher immer wieder gespickt mit netten Wurzeln ist travesiert man nun einen Steilhang. Hier ist Vorsicht geboten, denn ein Sturz auf die falsche Seite würde einem hier die Natur nicht verzeihen. Der Hang fällt wirklich sehr steil ab (Auf den Fotos ist die Steilheit leider nicht getreu wiedergegeben). Ab und zu hat es auf der Abhangseite einen notdürftigen Stacheldrahtzaun welcher jedoch auch nur ein Alibidasein fristet.

   

 

Nach der Hangtraverse erreicht man eine weitere Alp bei der man nun wieder auf einen Schotterweg einbiegt. Diesem Schotterweg folgt man nun weiter in Richtung Giswil.

 

Beim Wegpunkt 038 hat man nun zwei Optionen. Bei der ersten (A) fährt man den Forstweg weiter bis ins Tal und man biegt dann bei Wegpunkt 040A rechts in die Hauptstrasse ein welcher einem wieder zurück auf den Anfangsteil zum Bahnhof führt.

 

Variante 2 ist nur für technische gute Fahrer zu empfehlen, welche steile Waldabfahrten auf engen Trail mögen und auch nicht abgetan sind das letzte Stück sein Bike nach unten zu schieben. Beim letzten nicht so langen Teil ist nur sehr wenig fahrbar. Erschwert wird der Abstieg zurzeit noch durch zahlreiche entwurzelte Riesenbäume welcher sich quer über den Bergweg gelegt haben. Dieser Weg ist auch nur bei Trockenheit zu empfehlen, da sehr Abschüssiges Gelände und mit den Bikeschuhen schon bei Trockenheit nicht übermässig Grip. Die ersten zwei drittel dieses Bergwegs entschädigen einem für das letzte etwas mühsame Wegstück. Beim Wegpunkt 041 sucht man sich am besten selbst den besten Weg über die Wiese hinunter zur Strasse. Die ganze Wiese ist eingezäunt.

 

 

Die kommende Strasse mündet nun wieder in den neuen Veloweg (Giswil-Lungern) ein auf welchem man schon beim Anfang der Tour gefahren ist. Nun fährt man das letzte Stück denselben Weg zurück bis zum Bahnhofsparkplatz in Giswil, wo die wunderschöne Tour ihr Ende hat.

 

 

Anforderung:

Technik:                    Anspruchsvoll
Ausdauer:                 Anspruchsvoll mit steilen Aufstiegen
Länge:                       ca. 30km
Höhenmeter:             ca. 1470
Besonderes:             Schlussvariante A sollte nur bei trockenen Verhältnissen
                                  gefahren
werden.

HIER FINDET IHR DAS GPS-FILE ZUM NACHFAHREN: Dundelegg-File.gpx

Melchsee Frutt-Jochpass

Posted by darkthrone on 05 August, 2007 17:46

 

Heute startete ich meine Tour wiederum vor der Haustür um 7:00 Uhr morgens. Es war noch recht kalt so früh am morgen, aber lieber etwas kälter als viel zu warm.

 

Ich fuhr von Sachseln auf das Flüeli Ranft und von dort über die alte Melchtalstrasse bis zum Dorf Melchtal. Vom Melchtal ging es weiter in Richtung Stockalp. Nach 50 Minuten pedalieren und knapp 600 Höhenmeter war nun die Temperatur ideal.

 

Punkt 8:00 Uhr fuhr ich die Melchsee Frutt Strasse hoch (Gerade Stunden: Fahrten nach oben; Ungerade Stunden: Fahrten nach unten.) Nun lagen also weitere 950 Höhenmeter bis zur Frutt vor mir. Zu meinem erstaunen stellte ich fest, dass viele andere Biker auch so früh an einem Sonntagmorgen  ihren Uphill in Angriff nahmen.

 

Einige Kilometer und Haarnadelkurven später erreichte ich die Bergstation der Gondelbahn auf der Frutt.

  

Nun stand erst mal eine kleine Rast auf dem Programm, denn nach 1600 Höhenmetern spürte ich schon etwas meine Beine.

 

Danach ging es weiter am Frutt See entlang zum Tannsee bis zur Tannalp.

   

 

Ab Tannalp nahm ich den Bergwanderweg zur Engstlegenalp. Der erste Teil ist fahrbar jedoch muss (sollte) ein Teil, ca. 800m das Bike geschoben werden, wegen akuter Absturzgefahr und aus Rücksichtnahme gegenüber den vielen Rotsocken.

   

   

 

Nun erreichte ich die Engstegen Alp, weiter ging es am Engstlegensee entlang wieder etwas hinauf bis zur Gondelstation der Sesselbahn Engstlegen-Jochpass. Bei der Station konnte ich auch sogleich einen ersten Augenschein nehmen von der neu extra für Biker gebauten Abfahrtsstrecke inkl. Wandererverbot J Von hier an könnte man den Downhill 2800m und 230 Höhenmeter hinauffahren jedoch ist dieser sehr steil und mit feinem Schotter belegt. Ich entschloss mich den Sessellift zu nehmen, wollte ja auch nicht mein Bike unbedingt die halbe Strecke hinaufschieben müssen und zudem kam mir die Bahn eigentlich gerade gelegen (Faultier). Ab zur Kasse, Billet gelöst auf den Sessel gesessen Bügel geschlossen und der freundliche Sesselwart hob mir mein Bike auf den Bügel und so konnte ich es bis nach oben ohne Probleme halten. Während der Auffahrt konnte ich immer wieder die Bikestrecke begutachten und meine Vorfreude auf die Abfahrt nahm stetig zu.

   

 

Endlich oben angekommen, habe ich mir gleich mein Bike geschnappt und bin zum Startpunkt der Strecke gefahren.

 

Mhh sieht ja eigentlich ganz nett und nicht all zu schwer aus der Trail, dachte ich. Ich stellte meinen Sattel runter, schwang mich aufs Bike und ratterte die erste gerade in etwas schnellerem Tempo runter bis zur ersten Kurve. Ich bremste die Kurve an und oh oh oh, was ist das, Bremskraft lässt zu wünschen übrig, Rad blockierte die kurve kam näher und näher und mein Bike wollte einfach nicht an Fahrt verlieren. SCh…. dachte ich und zwei Sekunden später schlug es mich aus dieser verflixten Kurve gleich in eine tiefe Furche runter. Das Rad blieb stecken und ich flog geradeaus über den Lenker ins Grass. Mit einer mehr oder weniger eleganten Abrolle fing ich meinen Sturz auf. Bei mir war noch alles dran, schmerzen hatte ich auch keine und mein Bike war auch heil geblieben. Glück gehabt.

 

Nun fuhr ich den letzten Teil etwas vorsichtiger runter, denn der verflixte feine und doch reichliche Kiesel hatte seine Tücken, vor allem beim anbremsen und in den engeren Kurven.

   

   

   

 

Unten angekommen ging es nun wieder den gleichen Weg retour zur Frutt. Auf halbem Weg zur Frutt auf einem verblockten Trail  blieb mein Rad wieder in einer verflixten Mulde stecken und ich durfte nochmals einen Flug über den Lenker geniessen. Auch da ist mir zum Glück nichts passiert, dank dem Rasen. Heute war einfach nicht mein Tag, gleich zwei Stürze, dass kann ja nicht das gelbe vom Ei sein.

 

Nach der Bergstation Frutt fuhr ich ein paar 100m die Bergstrasse runter und bog dann in den „Alten Fruttweg“ (Bergwanderweg) ein. Was für eine Traumabfahrt 900 Höhenmeter Singletrail, Millionen von Stufen und Absätzen, verbockte Stellen, was will ein Bikerherz mehr. Ich fuhr und fuhr und fuhr und die Abfahrt wollte einfach kein Ende nehmen. Das ganze dauerte sicher etwa 30-40 Minuten. Unten angekommen brannten meine Beine von der Abfahrt, denn sitzen liess dieser herrliche Downhill nicht zu.

   

   

   

 

Nun ging es weiter auf der asphaltierten Strasse abwärts zurück nach Flüeli Ranft und Sachseln.

 

Diese Tour war einfach der haaaammmmmmmeeeeeerrrrrr.

 

Das nächste Mal fahr ich die Tour von Engelberg aus. Mit der Bahn hoch zum Jochpass und dann wieder die spezielle Downhillstrecke ein paar Mal (mit 4 Seen Kombibillet) und dann nochmals der genial Fruttweg runter. Hoffentlich ohne Stürze.

Tourenanforderung: 

Kondition: Anspruchsvoll
Höhenmeter: knapp 2000
Technik: Anspruchsvoll  
Länge: 60 Kilometer

Eglo Bike Challange 2007 (Gemmipass)

Posted by darkthrone on 09 Juli, 2007 09:29

Letzten Samstag war wieder der Start der Eglo Bike Challange. Eine firmainterne Biketour der Eglo AG, die jedes Jahr von H. Bulk organisiert wird und bei der ich auch immer teilnehmen durfte. Dieses Jahr stand die Tour eher unter der Rubrik Freeriding, denn wir überwanden die diversen Höhenmeter  mit der Bahn und Gondel und konnten uns voll dem Downhill widmen.

 

Dieses Jahr ging’s früh aus den Federn. Treffpunkt war dieses mal um 07.15 beim Bahnhof in Frutigen.

      

 

Wir nahmen den Zug und fuhren von Frutigen (BE) nach Goppenstein (VS). Angekommen in Goppenstein fuhren wir erst rasant ein Stück auf der Strasse Richtung Gampel, bevor wir nach einem langen Tunnel rechts abbogen und den Wanderweg nach Gampel einschlugen. Ein schöner und zum Teil auch ausgesetzter Singletrail führte uns hinunter nach Gampel. In Gampel angekommen schlugen wir den Weg am Ufer der Rhone ein und fuhren nach Leuk.

   

   

 

In Leuk gab es die erste Verschnaufpause; Wir verluden unsere Bikes in das Postauto und fuhren nach Leukerbad.

 

Ab Leuckerbad folgte ein kurzer Aufstieg zur Talstation der Gemmihornbahn wo wir unsere Bikes in die Gondel verluden und auf den Gemmipass fuhren. Während der Gondelfahrt begutachteten wir den einzigartigen, sehr schmalen und ausgesetzten Wanderweg an der senkrechten Felsflanke, welcher über diverse Treppen und Spitzekehren ins Tal  vom Gemmipass nach Leukerbad führt und von dem wir schon einige spektakuläre Fotos gesehen hatten. Wir kamen alle zum Entschluss, dass der Weg fahrbar ist, wenn auch nur mit sehr viel Vorsicht. Grobe Fehler in der Felsflacke, wären hier fatal!

   

 

Endlich…. wir sind auf 2350 MüM! Nun folgten wir dem Wanderweg entlang dem Daubensee. Der Weg war knifflig, denn er wurde erst kürzlich mit neuem losen Schotter aufgefüllt und somit war volle Konzentration gefordert, vor allem in den rutschigen Kurven.

     

     

 

Wir fuhren bis nach Schwarenbach wo wir unsere Mittagspause im Bergrestaurant mit faszinierender Hochalpinen Kulisse bei einem Bier und sehr feinen Schwarenbachmakaronen genossen.

 

 

Frisch gestärkt folgten wir dem zunächst noch geraden, bald aber schmalen und steilen  Wanderweg nach Kandersteg. Die Abfahrt war steil und auf losem Schotter. Rasant war die ganze Gruppe unterwegs und die volle Konzentration, vor allem in den vielen engen Spitzkehren war gefordert. Es gab auch immer wieder einige Bange Momente, in denen die Bikes der Teilnehmer am äussersten Limit bewegt wurden und so die Kurven nur noch mit Mühe gefahren werden konnten. Das Adrenalin wurde bei der rasanten Abfahrt durch den ganzen Körper gepumpt und wir hatten alle ein erfülltes Lächeln auf den Lippen als wir im Tal ankamen.

   

   

  

    

    

  

In Kandersteg genossen wir eine Merinque und einen Kaffee. Nach dem Dessert folgten die letzten 10KM Abfahrt, mehrheitlich auf Schotter, zurück nach Frutigen.

 

Die Tour war dieses Jahr wieder einmal klasse wenn auch körperlich nicht anstrengend. Das Wetter, die Landschaft und der Fun war wie letztes Jahr einfach wieder Traumhaft.

 

Für diese Tour möchte ich nochmals H. Bulk meinen Dank aussprechen für die tolle Planung und den erneut gelungen Event.

Alter Melchtalweg

Posted by darkthrone on 01 Juli, 2007 13:31

Heute war mal nicht das Kleine Melchtal an der Reihe, sondern „nur“ das Melchtal.

 

Meine kleine aber feine Tour startete wieder von Sachseln in Richtung Flüeli-Ranft. Von Flüeli nahm ich den Veloweg in das Melchtal hinein, welcher auf einer selten befahrenen kleinen Strasse im Schatten der Bäume verlief. Am Ende dieser Strasse passierte ich eine Holzbrücke, welche mich von der linken Talseite über die Melchaa auf die grosse „Melchsee-Frutt“ Strasse führte. Ich folgte dieser Strasse nur ein kleines Stück und bog gleich beim nächsten Wanderwegzeichen auf den Wanderweg ein, welcher am Fluss entlang führte. Dieser Weg wurde später zu einem Vitaparcour mit herrlichen kleinen Singletrails. Am Ende des Vitaparcours bei einem kleinen Stauwehr überquerte ich wiederum den Fluss und folgte von nun an dem alten Melchtalweg welcher in einer angenehmen Steigung bis auf ca. 900 MüM den Talhang hinauf folgte. Auf dieser Höhe angekommen verlief der Weg mit einigen Auf- und Ab über unzählige Wurzeln, Steine und Singletrails immer etwa auf der gleichen Höhe retour Richtung Flüeli und wieder retour nach Sachseln.

   

   

   

   

   

   

 

 Tourenanforderung:   Länge: 22.4 Km.
Höhenmeter: 625
Höchster Punkt: um 900 MüM
Technik: Leicht (eine bis zwei kurze Passagen sind mit sehr vielen Wurzeln durchsetzt)
Kondition: leicht

Touren Kartenmaterial: Obwalder Wanderkarte; Melchtalkarte 1:25000

Klein Melchtal-Dundelegg

Posted by darkthrone on 21 Juni, 2007 22:09

Da ich mich letzten Sonntag sehr fit fühlte, startete ich den Versuch und legte mir zwei Touren zusammen.

Der Start war in meinem Wohnort Sachseln. Ich fuhr die ersten 6 Kilometer der Älggitrophy in Richtung Kleines Melchtal. Auf halber Strecke zur Älggi bog ich nun links zur Rinderalp ab und dann immer weiter auf einem Beton-/Kiesweg ins Kleine Melchtal hinein,

    

   

bis dieser die Talseite mithilfe einer Brücke wechselte. Auf der anderen Seite nahm ich nun die Alpstrasse welche von Kaiserstuhl Richtung Klein Melchtal führt zurück bis an den Taleingang. Der Weg verlief ziemlich eben und war auch Teils betoniert, teils kiesig.

   

 

Bei der Brunnenmad 1180 MüM verliess ich die Alpstrasse und nahm nun den Wanderweg in Richtung Lungern. Dieser Höhenweg traversierte zuerst die Flanke des Rudenzerbergs bis dieser dann in einer steilen und rasanten Schotterabfahrt nach Lungern zum Bahnhof endete.

   

 

 In Lungern angekommen, hatte ich die ersten 1000 Höhenmeter meiner Tour hinter mich gebracht. Nun standen nochmals 1000 Höhenmeter vor mir bis ich den höchsten Punkt erreichte. Ich fuhr also vom Bahnhof Lungern den Talboden hinüber zur Talstation der Lungern-Schönbühl Bahn. Hier hätte ich die Gelegenheit packen können mit der Gondel 750 Höhenmeter zu sparen. Dies stand jedoch für mich nicht zur Debatte. 

So nahm ich also den Alpweg zur Alp Dundel in Angriff. Der Aufstieg war hart, das Gefälle unterschritt die Grenze von 14% Steigung nicht mehr. Netterweise ist die Strasse bis oben betoniert was natürlich einiges an Kräften spart. Schwitzend und keuchend, ackerte ich mich Meter für Meter nach oben. Endlich angekommen auf der Alp, gönnte ich mir zwischen dutzenden von neugierigen Kühen eine kurze Pause und einen Powerriegel. Die Luft roch nicht gerade nach Rosen, daher ging es bald weiter auf dem Bike die letzten 250 Höhenmeter auf Schotter bis auf die Dundelegg.

   

     

      

Auf der Dundelegg angekommen hiess es jetzt das Bike die letzten 50 Höhenmeter über eine steile Kuhweide zu schultern.

  

Oben angekommen folgte ich nun dem Grat auf dem Bergwanderweg Richtung Sädel. Der "Weg" war sehr holperig zu fahren da es eigentlich nur eine erneute Kuhweide war. Bei Sädel bog ich in den Bergweg Richtung untere Fluonalp ein, zuerst wieder über eine Kuhweide und danach auf einer Schotterstrasse bis zur Alp. Weiter der Alpstrasse folgend bis zum Wanderwegabzweiger „Aeschligrat“ auf welchen ich nun einbog. Der erste Teil des Wanderwegs verlief wiederum auf einem Kiesweg bis dieser zu einem Bergwanderweg mutierte. Nun hiess es erneut das Bike zu Schultern und durch einen Urwald von Gebüsch und Gestrüpp wieder etwa 50 Höhenmeter zu vernichten. Am Äschligrat angekommen, freute ich mich nun auf den rasanten Schotterdownhill zurück nach Lungern.

   

    

  Von Lungern fuhr ich am Lungernsee entlang Richtung Kaiserstuhl und von dort den Bergweg hinunter nach Giswil. Irgendwie war ich doch noch nicht ganz auf der Schnauze und so umrundete ich auch noch den Sarnersee bevor ich wieder nach Sachseln zurück kam.  

Tourenanforderung:  

Länge: 64 Km.
Höhenmeter: 2300
Höchster Punkt: 1690 MüM
Technik: Leicht-Mittel
Kondition: Schwer
Touren Kartenmaterial: Obwalder Wanderkarte; Ob-/Nidwaldern Singletrailmap

 

 

Tour auf die Bärenfallen

Posted by darkthrone on 10 Juni, 2007 21:55

Heute Morgen präsentierte sich der Sonntag bei uns von der schönsten Seite. Kein Nebel, keine Wolken, nur einen hellblauen mit Sonnenstrahlen durchleuchteter Himmel. Ideales Bikewetter also!

 

Nix wie los dachte ich, nur noch kurz was zu Morgen essen, etwas Ovomaltine trinken (Man soll’s ja mit dem Getränk etwas länger mögen). Bikeutensilien zusammensuchen alles für die Tour vorbereiten, ab in Keller, Pneus und Dämpfer pumpen und zu guter letzt das Bike ins Auto verladen, denn ich fuhr mit dem Auto nach Stans.

 

Um 09:45 in Stans auf dem Parkplatz angekommen juckte es mich schon in den Waden vor lauter Vorfreude wieder mal eine neue Tour kennen zu lernen.

 

Nun ging es endlich los. Ich radelte also von Stans in Richtung Buochs.

 

Schon ausserhalb von Stans wünschte ich mir, dass ich auch ein Navigationsgerät mein eigen nennen könnte, habe nämlich die Abzweigung auf den Wanderweg nach Buochs verpasst und musste noch dazu feststellen, dass die Strassen um mich herum irgendwie nicht mit denen auf der Karte übereinstimmten.

 

Egal, habe dann den Weg doch noch gefunden, welcher am Fusse des Buochserhorns entlangführe und immer wieder einen schönen Blick auf den Vierwaltstädtersee, Rigi, Mythen freigab.

   

 

 

Oberhalb von  Buochs  ereichte ich dann die Alpstrasse welche mich bis zum Tannibüel auf 1527 MüM bringen sollte. Der Aufstieg zum Tannibüel ist mit einer durchschnittlichen Steigung von 10% und mehrheitlich auf Beton noch zu ertragen. Doch einen Teil der Strecke  musste ich an praller Sonne fahren und so Stieg meine Temperaturanzeige 34C° und das schon um 11 Uhr morgens! Egal muss weiter immer weiter nach oben und das Mundstück des Camelbacks wurde immer öfters verwendet. Auf dem Aufstieg stiess ich noch auf viele andere Leidensgenossen.

   

 

Angekommen auf dem Tannibüel und bei der Vorbeifahrt an dessen Restaurant war ich erstmals geschockt. Eh, Eh, Eh, was los! Gibt’s hier was gratis? Ich sah vor lauter Rotsocken den Weg nicht mehr. Sogar eine japanische Reisegruppe viel mir ins Auge. Hallo, eh hier ist doch nicht der Pilatus, oder die Jungfrau!

 

Ich gönnte mir zuerst mal eine kleine Pause (natürlich nicht im überfüllten Restaurant) kramte mir meinen Energieriegel hervor und genoss die Aussicht auf die umliegenden Gipfeln. Einen Blick auf meine Singeltrailkarte gab mir bekannt, dass von nun an nur noch ein kleines Stück  Kiesstrasse und die letzten Höhemeter auf mich wartete bis das Abfahrtsvergnügen beginnen konnte.

      

 

 

 

Flink strampelte ich also die besagten Höhenmeter ab und bog dann auf den Bergwanderweg (Roter Singletrail) in Richtung Bärenfallen ab. Der Trail verlief zwar noch nicht abwärts wahr aber trotzdem schön zu fahren. Auf der Bärenfallen (1580MüM) angekommen sah ich gleich den langen Downhill zur Alp Ahorn welcher auf der Karte als schwarzer Trail eingezeichnet ist.

   

   

 

So mal schauen wie fahrbar dieser Abschnitt ist, dachte ich. Denn im Tourenbeschrieb stand, dass dieser Teil sehr technisch ist und nur von den technisch sehr guten Fahrern ganz auf dem Rad bewältigt werden könne.

 

Ich  klickte mich ein  und folgten dem schmalen steilen Trail abwärts welcher ca. alle 5 Meter mit Kniehohen Absätze und grösseren Steinen gespickt war. Die Dämpfer schmatzen, kamen ab und an an Ihre Einfederungsgrenzen trotz 145mm Federweg und ein breites Grinsen stellte sich auf meinem Gesicht ein. Zum Glück war der schmale Trail nicht mehr so von Rotsocken belagert und so konnte ich mich meistens voll auf die Strecke konzentrieren. Mir wurde sogar von den Wanderern mit staunenden Gesichtsausdrücken bereitwillig Platz gemacht, was ich natürlich mit einem freundlichen Gruss und einem Danke vielmals quittierte.

 

   

 

     

Angekommen auf der Alp Ahorn gönnte ich mir kurz ne kleine Pause um auch mein Adrenalin wieder etwas in normale Bahnen zu bekommen und natürlich musste ich mich wieder mal mit er Bikerkarte rumquälen, ach wieso habe ich kein Navi!

 

Ich war erstaunt dass ich die ganze Abfahrt voll fahren konnte und nicht mal so als absolut unfahrbar fand.

 

Nun ging’s auf einem Forstweg weiter nach Oberrickenbach wo ich natürlich wieder mal den Abzweig verpasste, nerv! Ein netter Rotsocken half mir weiter, Danke!  Weiter ging’s nun auf einem weiteren Forstweg hinunter in Waseneggli, Dallenwil.

   

   

   

 

Auf ca. 900MüM verlangsamte ich meine Geschwindigkeit, denn ich wollte ja die Abzweigung auf den Bergwanderweg hinunter ins Tal nicht verpassen. Dieser war wieder als schwarzer Trail gekennzeichnet und fast noch etwas kniffliger und verbockter wie der Trail zur Alp Ahorn. Wieder mit einem Glücksgefühl im Tal angekommen, nahm ich noch die letzten Kilometer zurück nach Stans zum Auto in Angriff.

               

  

Tourenanforderung:

 

Länge: 40km

Höhenmeter: 1420 ab Stans

Höchster Punkt: 1580 MüM

Technik: Anspruchsvoll

Kondition: Mittel-Schwer

Touren Kartenmaterial: Singletrailmaps Ob-/Nidwalden; Luzern

Klein Melchtal

Posted by darkthrone on 03 Juni, 2007 19:47

Da wir heute im Obwaldnerland den ganzen Tag eine Tiefe Nebelgrenze hatten und somit Touren in grösseren  Höhen nicht wirklich interessant waren, entschloss ich mich, wieder mal eine kurze Tour ins Kleine Melchtal zu unternehmen. Das Kleine Melchtal ist eine zum grössten Teil enge Schlucht in der die Kleine Melchaa ihren Weg von der Melchtalalp nach Giswil in den Sarnersee begeht. Bei grossen Unwettern kann die Kleine Melchaa ein richtiges kleines Biest sein und grosse Verwüstungen anrichten, wie zuletzt im Jahre 2005 beim letzten Hochwasser. Der Weg war nach dem Unwetter nicht mehr begehbar, da die Kleine Melchaa mit Baumstämmen und haushohen Felsbrocken den Weg und die Brücken zerstört hatte. Heute ist der ganze Weg bis zur letzten Brücke freigelegt und wieder begeh-/befahrbar.

 

Ich fuhr also von Sachseln in Richtung Giswil der Strasse entlang. Beim Restaurant Zollhaus beginnt der Wanderweg ins Kleine Melchtal. Von da an gibt es zwei Startvarianten. Die eine Variante führt am Anfang einer Forststrasse entlang und ist weniger steil. Ich wählte die schwerere Variante und folgte direkt dem Wanderweg hinauf. Der kräftezehrente Anstieg bis auf die Zusammenkunft des Forstweges beträgt ca. 1 Km und die durchschnittliche Steigung beträgt ca. 20% wobei die Steigung auf den letzten 50 Meter 30% erreicht.

   

 

Das steilste Stück hinter mich gebracht, folgte ich nun noch ein Stück dem Forstweg welcher dann Anfangs Melchtal zu einem Wanderweg wird. Die Fahrt das Melchtal hinauf erfolgt bis zum Schluss auf Schotter und ist landschaftlich wundervoll. Zum teil ist die Schlucht recht eng und die Felsflanken steigen links und rechts des Weges in die Höhe und sind meistens mit Moos überwachsen und zum Teil stürzen sich kleine Bächlein als kleine Wasserfälle hinunter.

                                                  

Verirren kann man sich eigentlich nicht, da man nur diesen Weg nehmen kann. Die wenigen Wegabzweigungen links und rechts steigen steil den Hang hinauf und sind schon zu Fuss schwer begehbar.

 

Am Ende des „fahrbaren Weges“ angekommen gönnte ich mir eine kleine Pause. Von hier an könnte man den sehr steilen und schmalen mit Drahtseil gesicherten Weg in Richtung Älggi und dem Mittelpunkt der Schweiz nehmen wobei dies mit dem Bike nicht machbar ist.

            

Ich fuhr nun den gleichen Weg wieder zurück und genoss die rasante Abfahrt und nütze die ab und zu kommenden höheren Bodenwellen um sie als Absprunghilfe für kleinere Sprünge zu nützen, welche den Spass nochmals steigerten.

 

Alles in allem eine kurze nicht sehr anspruchsvolle Tour in schöner Umgebung und ideal auch für Anfänger zu fahren, da die Strecke eigentlich keine technischen Passagen und enge Trails beinhaltet. Die Landschaft ist einfach traumhaft und auch für erfahrene Fahrer schön zu fahren.

  

Tourenanforderung:

 

Länge: ca. 19Km (von Sachseln)

Höhenmeter: ca. 500hm von Sachseln

Höchster Punkt: 1007 MüM

Technik: Leicht

Kondition: Leicht-Mittel

Touren Kartenmaterial: Obwaldner Wanderwegkarte 1:50000, Landestopo Karte der Schweiz „Melchtal“ 1:25000

Parkmöglichkeiten: Neben dem Restaurant Zollhaus gibt es einige Parkplätze

 

PS: ca. Angaben entstanden da ich versehentlich der Bikecomputer während der Tour zurückgestellt hatte L . Bildqualität ist etwas schlecht da mit dem Mobiltelefon aufgenommen.

Heutige Teilnahme an der Älggi-Alp Trophy

Posted by darkthrone on 30 Mai, 2007 17:08

Da der Start in den heutigen Tag sonnig begann, entschied ich mich eine kleine Biketour zu unternehmen.

 

Ich fuhr also richtung Alpstrasse. Kurz vor Beginn der Alpstrasse sah ich, dass dieses Jahr die Älggi-Alp Trophy schon wieder gestartet hat.

     

 

Die Älggi-Alp Trophy findet jedes Jahr zwischen Ende Frühling bis so Ende Sommer statt und ist organisiert von der Swissthrophy. Swisstrophy stellt verschiedene Strecken mit Zeitmessung in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Das ganze ist auch kostenlos.

 

Weitere Informationen findet Ihr unter www.swisstrophy.ch .Z.b. findet man Informationen zu den verschieden Strecken, aktualisierte Ranglisten, Reglemente etc.

 

Also bin ich natürlich gleich zum Startzeitmessungautomat gegangen, habe mir eine Teilnahmekarte geschnappt, ausgefüllt und gleich mal in den Automaten geschoben und schwups war auch schon meine Startzeit aufgedruckt.

 

Nun fuhr ich hinauf, hinauf, hinauf, hinauf………… bei der Markierung für die letzten zwei Kilometern kam mir ein Biker entgegen (korrigierte Textversion). Er hielt kurz an und teilte mir mit, dass der letzte Kilometer der Trophy wegen Schnees nicht fahrbar sei. Er habe den letzten Kilometer das Bike hinaufgeschoben. Ich bedankte mit für diese Information, obwohl ich das schon geahnt habe, da es am Montag bis auf 1000m Neuschnee gab.

        

        

     

     

     

      

 

Ich fuhr also weiter und genau wie er es mir mitgeteilt hatte war die Strasse ab der Markierung für den letzten Kilometer auf etwa 1400 MüM schneebedeckt. Ich versuchte mich noch etwas mit meinem Bike durch den immer tieferwerdenden Schnees zu kämpfen, aber er war einfach zu tief und viel zu nass. So schob ich mein Bike die letzten ca. 100 Höhenmeter/1 Kilometer hinauf zur Älggi-Alp. Oben am Zielautomaten angekommen Steckte ich natürlich meine Teilnehmergarte gleich wieder rein um meine Zielzeit aufzudrucken.

         

        

         

 

Ich brauchte für die ganze Strecke inkl. die lange Schiebepassage 1h 49 min. Klar die Zeit ist leider nicht wirklich aussagend aber ich werde diese Strecke sicher noch 1-2mal fahren wenn es keinen Schnee mehr hat. Meine Bestzeit von 06 war 1h 30 Min. wobei ich im 2006 nur einmal gestartet bin.

 

Am Zielautomaten fand ich auch noch ein befestigtes Einkaufskörbchen mit Energiesnacks zu gratis Bedienung vor. Das war genau das was ich jetzt gebrauchen konnte. Danke an die Bio Familia welche diese Snacks zur Verfügung stellt.

   

 

Nach einer kurzen Erholungs- und Fotopause und mit kalten nassen Schuhen, Socken und Füssen ging es dann an den Downhill die gleiche Strecke retour. War wenigsten interessant zu Fahren mit Schneebedeckten Fahrbahn wobei ich immer mit Vorsicht gefahren bin, da die Strasse keine Seitenbegrenzug besitzt und das Gelände auf der einten Seite sehr steil abfallend ist.

   

 

Als ich Zuhause angekommen bin habe ich gleich mal mein Velo gesäubert und festgestellt, dass die Swisstop Bremsbeläge welche ich Ende letzte Saison ausgetauscht habe schon fast wieder abgefahren sind. Dies erstaunte mich, da ich im Winter nur 2-3mal unterwegs mit dem Bike war. Klar bei mir sind die Downhills meistens mehr wie 1000 Höhenmeter unterschied aber der Verschleiss find ich doch recht happig. Egal gibt’s halt bald nen neuen Satz, denn die Bremskraft der Dinger ist einfach genial!

 

Streckendaten: 

Distanz: 10.5 Kilometer
Höhenmeter: 1130m
Durchschnittssteigung: 10.8%
Max. Steigung 28%
Starthöhe: 470 MüM
Zielhöhe: 1645 MüM

Streckenbild von Google Earth

Brünig-Tour

Posted by darkthrone on 14 Mai, 2007 23:31

Vorletztes Wochenende fuhr ich zum ersten mal eine Tour mit dem Bike auf den Brünig.

 

Startpunk war mein Wohnort Sachseln. Von Sachseln (480 MüM) weiter nach Giswil (489 MüM) und dann über den sehnlichst erwarteten neuen Veloweg hinauf nach Kaiserstuhl (697 MüM). Der Veloweg Giswil-Kaiserstuhl ist zwar noch nicht offiziell eröffnet jedoch schon fahrbar. Der Uphill gestaltete sich jedoch kräfteraubend, da der Bodenbelag noch nicht fertig war. Das absolut Geniale an diesem neu gebauten Weg ist, dass man nicht mehr über die viel befahrene und gefährliche Brünigstrasse nach Kaiserstuhl fahren muss.

 

Ab Kaiserstuhl geht’s am rechten Lungernseeufer über den Uferweg (Schotter) nach Obsee (694 MüM), vorbei am Diesselbachwasserfall nach Lungern zum Bahnhof (752 MüM).

 

Am Bahnhof gönnte ich mir eine kleine Pause und beobachtete, während ich an meinem Trinkrucksackschlauch nuggelte, wie die Japaner ganz entzückt die Brünigbahn fotografierten J.

 

Erfrischt setzte ich meine Tour fort. Dem Wanderweg (Käppelistrasse max 14% Steigung) folgend bis zum

Chäppeli (911 MüM).

     

    

 

 

Ab Chäppeli folgte ich der Bikeroute Hasliberg, Hohfluh, Halgenfluh welche rechts abbog. Nun ging es über eine asphaltierte kleine Alpstrasse immer weiter hinauf bis nach Feldmooswald (1330 MüM). Beim Aufstieg zum Feldmooswald bot sich immer wieder die Gelegenheit die schöne Aussicht in die Berner Alpen zu geniessen.

        

       

   

Bei Feldmosswald verliess ich nun die Alpstrasse und folgte der Bikeroute (Bergwanderweg) auf einem netten kleinen Singletrail Richtung Schwendi bis nach Wirzi (um 1400 MüM) 

 

 

     

     

        

   

 

 

Bei Wirzi bog ich dann auf den Forstweg Richtung Tschorren ein.

 

 

Von Tschorren (1353 MüM) folgte ich dem Wegweiser Brünig ,welcher mir eine rasante Abfahrt auf einer asphaltierten Strasse zur Halsibergstrasse bot. Auf der Haslibergstrasse (1050 MüM) gings weiter zum Brünigpass (1002 MüM).

 

Von der Wacht beim Brünigpass bog ich auf den sehr steilen Wanderweg (nur bedingt fahrbar auch mit abgesenkter Gabel und Gewichtsverlagerung nach vorne!). Die Beine brannten, die Konzentration war auf dem Höchststand. Ein deutsches Wanderpaar kam mir im steilsten Stück entgegen und beobachtete mich. Sie spornten mich mit aufmunternden Worten an, doch der Weg war einfach zu steil und zu rutschig. Ich musste Absteigen und die letzten paar Meter hinauf laufen.

 

Der letzte grosse steile Anstieg auf (1140 MüM) war geschafft. Ich wunderte mich wie ein solch steiler Schotterweg, fast unfahrbar, auf der Singletrailmap mit einem blauen Forstweg gekennzeichnet werden konnte!

 

Nun ging es nicht mehr ganz so steil, immer dem Wanderweg folgend, Richtung Schärli/Lungern hinauf bis auf ca. 1230 MüM. Ich musste schmunzeln, als ich beim studieren des Wanderwegweisers einen weisen BH entdeckte.

 

Nun konnte ich mich auf den langen Downhill freuen, wobei ich nicht den offiziellen, auf der Singeltrailmap eingezeichnete Weg nehmen konnte, da dieser gesperrt war. Die alternative Route über den Ober Brünig, dem Bergwanderweg folgend nach Lungern war auch nicht zu verachten. In Lungern angekommen ging es auf dem Lungernseeweg zurück nach Kaiserstuhl, Giswil und weiter ins Ziel nach Sachseln.

 

Diese Tour war anstrengender als ich Gedacht hatte. Alles in allem aber eine schöne Mixtour zwischen Forstwegen, Singletrails und rasanten Abfahrten.

 

Leider konnte ich kurz nach dem Brünigpass keine Fotos mehr machen, da der Akku leer war L.


Tourenanforderung:

Länge: 50km
Höhenmeter: ca. 1100
Technik: Mittel
Kondition: Mittel-Anspruchsvoll
Touren-Kartenmaterial: Swiss Singletrailmap Obwalden, Obwaldner Wanderweg Karte

 

Das war für die nächsten zwei Wochen mein letzter Beitrag denn nun geht es ab Donnerstag in die Ferien J

 

Der Polenweg am Pilatus Südfuss

Posted by darkthrone on 10 Mai, 2007 23:49

Der Polenweg am Pilatus-Südfuss

Eine wunderschöne Tour im Obwalderland führt von Alpnach hinauf zur Alp Horweli über den malerischen Polenweg am Pilatus-Südfuss entlang wieder zurück nach Alpnach.

 

Der Startpunkt dieser Tour war am Bahnhof in Alpnach (ca. 464 MüM). Von Alpnach immer dem Wanderweg Richtung Schoried (555 MüM) und weiter der Alpstrasse nach, welcher zur Alp Horweli führt folgen. Der Aufstieg ist angenehm zu fahren, da der grösste Teil bis zur Alp Horweli auf einer betonierten Alpstrasse verläuft. Unterwegs hat man immer wieder Gelegenheit die Aussicht auf das Becken des Alpnachersees, das Stanserhorn und den Pilatus zu geniessen.

 

     

 

Etwa  100 Meter vor der Alp Horweli (1396 MüM) befindet sich der Abzweiger auf die Schrotenegg (1612 MüM) welcher man nehmen muss.

 

     

 

Der Weg von der Alp Horweli bis auf die Schrotenegg ist durchgehend auf Schotter.

 

     

 

 

Auf der Schrotenegg angelangt bietet sich die Gelegenheit für eine kleine Erholungspause. Diese bietet sich auf einem kleinen netten Bänklein mit wunderschöner Weitsicht ins Napfgebiet förmlich an. Diese Pause hat man sich auch verdient, denn nun ist der grösste Teil der Höhenmeter geschafft.

 

     

 

Frisch erholt geht es nun auf einem Schotterweg hinunter Richtung Chrüzliegg (ca. 1527 MüM) und danach immer weiter auf einer Schotterstrasse Richtung Alp Älggäu (1574 MüM) und weiter bis zur Alp Gschwänt (1575 MüM)

 

          

 

  

 

Auf der Alp Gschwänt angekommen geht der Bergwanderweg direkt Links  vom Alphüttli hinauf über eine Kuhweide. Hier muss das Bike kurz hinauf gestossen/getragen werden.

 

 

 

Hat man diesen Abschnitt hinter sich gelassen und kurz die Aussicht auf das Pilatus Massiv gegönnt, traversiert man auf einem netten kleinen schmalen Singletrail einen Hang.

 

       

 

 

Achtung für der Hang ist recht abfallend, und sollte von unsicheren Fahrern vorsichtig befahren werden.  

 

 

Nun sind wir am wirklichen Polenweg angelangt.

 

Der Polenweg ist ein alter Weg welcher von polnischen Internierten während des zweiten Weltkrieges aus vielen tausend Steinen dicht an dicht in den nassen Boden gerammt wurde. Dieser Weg ähnelt einem Kofpsteinpflasterweg und man ist froh, dass das Bike Federelemente besitzt.

 

Der Polenweg führt mit einem kleinen Gefälle hinauf auf (1641 MüM). Nun sind alle Höhenmeter der Tour geschafft. Ab dem höchsten Punkt geht es auf dem Polenweg weiter hinunter in Richtung Wängen. Am Ende des Polenwegs befindet sich eine kleine Steinbrücke.

 

         

 

  

 

Von da an geht es weiter auf einer Schotterstrasse mit zum Teil grösseren Brocken und Abflussrinnen weiter in Richtung Lütoldsmatt.

 

  

 

 

Auf der Lütoldsmatt (1149 MüM) befindet sich ein kleines Alprestaurant welches sich perfekt für eine kleine Stärkung eignet bevor es die restlichen Kilometer hinunter nach Alpnach geht.

 

Ab der Lütoldsmatt gibt es zwei Abfahrtsmöglichkeiten nach Alpnach zurück. Die erste führt über die betonierte Alpstrasse unspektakulär hinunter.

 

Bei der zweiten Variante zweigt man kurz nach der Lütoldsmatt  von der Alpstrasse auf den Bergwanderweg ab. Nun geht’s auf teils kniffligen und steilen Singletrails zurück nach Alpnach.

      

 

Tourenanforderung:

Länge: Um die 30 KM
Höhenmeter: ca. 1200
Technik: Mittel
Kondition: Mittel
Touren- und Kartenmaterial: Swiss Singletrailmap Luzern/Obwalden

(Sorry für die ungenauen Angaben, habe leider meine Daten verlegt Frown)