Tour auf den Surenenpass

Posted by darkthrone on 08 Oktober, 2007 11:01

Gestern nutzte ich und Two Wheels nochmals die Gelegenheit, beim schönsten goldenen Herbstwetter, eine Tour auf 2291 MüM zu unternehmen, bevor sich der erste Schnee definitiv auf dieser Höhe niederlässt.

Wir nahmen ab Bahnhof Luzern den Zug und fuhren direkt nach Engelberg. In Engelberg angekommen spürten wir den Gruss des Herbstes. Die Temperatur betrug nur noch 3 Grad Celsius. Zum Glück hatten wir unsere Beinlinge und die langen Handschuhe dabei, denn ohne diese wäre es während der Fahrt brutal kalt geworden.

Nach dem Anpassen der Kleidung an die örtlichen Temperaturen, fuhren wir also in Richtung Fürenalp-Surenenpass immer weiter hinein in das wunderschöne, urchig raue Tal welches einen hochalpinen Eindruck vermittelte. Im Rücken immer die eindrucksvolle Ostwand des Titlis.

Kurz vor der Alp „Stäfeli“ gäbe es die Möglichkeit mit einer kleinen Gondelbahn den Aufstieg zum Pass um fast 400 Höhenmeter und eine Schiebe-/Tragestrecke von ca. 30-40 min zu umgehen. Da wir jedoch keine „Warmdüscheler“ sind, liessen wir natürlich die Bahn links liegen und fuhren weiter bis zur Alp „Stäfeli“. Dort legten wir eine kurze Rast ein und nahmen die Gelegenheit war um ein Stück des sehr feinen Stäfeli Berkäses für das Mittagessen zu kaufen. 

Ab Alp „Stäfeli“ ist noch ein kurzes Stück fahrbar, bis der Alpweg in einen Bergweg mündet und dieser Steil den Hang hinauf folgt. Nun hiess es Schieben und Tragen. Die schöne Natur entschädigte uns jedoch für diese etwas unangenehme Passage.  

Nun ging es auf einem Hochplateau und einer angenehmen Schotterstrasse weiter bis „Blacken“, ein Ort mit einer Alp und einer kleinen Kapelle inmitten einer rauen und einsamen Bergwelt. Nun endlich schickte die Sonne ihre schon sehnlichst erwarteten wärmenden Strahlen zu uns ins Tal hinab. Die Sonne tauchte die Landschaft in einen wundervollen goldigen Schein, welcher die hochalpine Kulisse gleich noch imposanter darstellen lies. Schlagartig stiegen die Temperaturen von 3 Grad auf 20 Grad an. Nun konnten wir unsere warmen Klamotten ausziehen.

  

  

  

 

 Ab „Blacken“ führte uns nun der Weg steile 500 Höhemeter hinauf zum Surenenpass und forderte unsere volle Kondition. Das Anfansstück war noch fahrbar jedoch wurde der Weg immer steilen und somit schoben wir unsere Bikes die letzten 400 Höhenmeter bis zum Pass zu Fuss. Zwischendurch wären zwar einige kurze Stellen wieder fahrbar gewesen, jedoch ist der Weg dort so steil, dass es zu Fuss kräfteschonender und gleich schnell ging wie auf dem Bike.

  

  

   

Als wir um 12.20 Uhr halb verhungert den Surenenpass auf 2291 MüM erreichten gab es endlich was zu Futtern. Wir genossen das wunderbare Bergpanorama und den feinen Stäfelikäse und erholten uns von den Aufstiegsstrapazen.

  

Frisch gestärkt und erholt lagen nun knapp 1900 Höhenmeter sehr technischer und anspruchsvoller Downhill vor uns. Der erste Teil des schwarzen Trails führte uns über Geröllfelder über unzählige enge Serpentinen, knifflige Absätze, loses Gestein und diversen anderen spassigen Hindernisse steil hinunter ins Tal „Waldnacht“. Volle Konzentration war immer gefordert. Unendlich lang kam uns diese Stück vor, ein Traum für jedes Bikerherz.

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Auf diesem ersten Abschnitt machte auch Two Wheels grosses Kettenblatt Bekanntschaft mit einem sehr hohen Absatz welcher ihm gleich mal zwei Zacken aus dem Blatt schlug L.

 

 

Im „Waldnacht“ Tal angekommen ging es nun auf einem kurzen geraden Stück weiter zum „Brüsti“. Hier konnten sich unsere angespannten Beine wieder etwas vom harten aber hammermässigen Downhill erholen. 

Ab Brüsti nahmen wir einen weiteren schwarzen Singletrail welcher fast gerade wiederum mit vielen Serpentinenkurven hinunter ins Tal nach Attinghausen führte. Bei diesem kam jedoch nicht ganz soviel Fahrspass auf, da der Boden sehr matschig nass, gespickt mit vielen rutschigen Steinen und nervenden Holzbalken war. Die hohen Holzbalken konnte man nicht überfahren, da diese schräg zum Trail verliefen und rutschig wie Glatteis waren. Die andauernde Steilheit des Trails war eindrücklich. 

Erschöpft und glücklich von den vielen schönen Eindrücke und spassigen Trails angekommen in Attinghausen fuhren wird das letzte Stück nach Altdorf wo wir dann den Zug über Art Goldau zurück nach Luzern nahmen. 

Fazit: Die genialste Tour die mir bis jetzt unter die Räder gekommen ist. Panorama TOP! Trails einzigartig genial und sehr anspruchsvoll, genau nach meinem Gusto!Surenenpass, I will come back next Year! 

 

Streckendaten: 

Länge. 42km
Höhenmeter: 1440
Kondition: Anspruchsvoll
Technik: sehr Anspruchsvoll (alle schwarzen Trail zu 100% fahrbar mit guter Technik und Bikebeherschung)  

Download GPS File der Tour: surenenpass.gpx 

(Trail von Brüsti nach Attinghausen ist nur bei absolut trockenen Wetter zu empfehlen, da extrem steil und technisch!)