Ghost AMR Midseason

Posted by darkthrone on 26 August, 2007 19:59

 Am letzten Freitag habe ich mir ein neues Bike gegönnt. Mein Bikeladen hatte mir ein super Angebot gemacht, welches ich einfach nicht abschlagen konnte. Als ich dann noch im Shop vorbei ging um  zu schauen ob’s auch mit der Grösse des Rahmens hinhaut, habe ich mich gleich in mein Geistlein verliebt und konnte einfach nicht anders wie es mit nach Hause zu nehmen. Für mein „altes“ Price All-Mountain habe ich schon fast zu 100% einen interessierten Abnehmer und falls es doch nicht klappen sollte, was ich natürlich nicht hoffe, bin ich zuversichtlich, dass mein Price-Racebikes, welches ich im letzten Mai 06 gekauft habe, einen Abnehmer finden wird. 

So nun zu meinem neuen Bike J 

Also es ist ein Ghost AMR Midseason welches jetzt in limitierter Anzahl auf Ende Saison produziert wurde und auch schon die neue XT Gruppe 2008 ausgeliefert wird. Im letzten Mountain-Bike Magazin 08/07 wurde es mit einem hervorragend gekürt obwohl man ja auf diese Tests nicht allzu viel geben sollte (Fotos folgen am Ende dieses Eintrages).

Hier mal ein paar technische Daten zu meinem Ghost: 

 

Modell: AMR Midseason
Rahmen: 7005 T6 OTP Active SCL
Gabel: Rock Shox Revelation 426 U-Turn  mit Fernbedienung
Federweg vorne: 100 – 130 mm
Federelement: X-Fusion O2 PVA, GCS
Federweg hinten: 130 mm
Schaltwerk: Shimano Deore XT 2008
Umwerfer: Shimano Deore XT 2008
Schalthebel: Shimano Deore XT 2008
Bremshebel: Magura Marta
Bremsen: Magura Marta, 180mm
Vorbau: Ritchey Comp
Lenker: Ritchey Riser Comp OS
Steuersatz: Ritchey
Sattelstütze: Ritchey Comp V2
Sattel: GHOST VL 1133G
Kurbelsatz: Shimano Octalink FCM 540
Kassette: Shimano Deore
Innenlager: Shimano Octalink
Felgen: Mavic XM 317 Disc
Naben: Shimano Deore XT
Speichen: DT Swiss 1.8 / black
Reifen: Schwalbe Nobby Nic 2.25 Evolution
Rahmenhöhen: 44, 48, 52, 56
Farben: black & white
Gewicht: 13 kg
Pedal: Clickpedale Deore XT 

Das ganze wurde zum Preis von CHF 3480.00 angeboten, was ich wirklich ein sehr fairer Preis für voll XT 2008 Ausstattung mit Shadow Schaltwerk, Magura Marta Bremsen, RS Revelation ….. finde. Das Gute daran war, dass ich noch 10% Rabatt bekam, da der Shopinhaber das Bike genau 1x ausgefahren hat.

Nun mal was zur neuen 2008er XT Gruppe von Shimano. Ich kann euch sagen es ist einfach nur der Hit. Kein Vergleich zur 2007 (hat meine Freundin an Ihrem Ghost). Das Schalten fühlt sich an wie eine XTR Gruppe, richtig knackig, präzise und die verwendeten Materialien sehen hochwertig verarbeitet aus. Ein besonderes Highlight ist natürlich das Shadow Schaltwerk, welches ähnlich wie bei SRAM flacher ist, sodass die Kettenstrebe weiter heraussteht wie das Schaltwerk. Die Rate, das Schaltwerk kaputt zu machen auf einem Trail.

Die Rock Shox Revelation U-Turn mit Fernbedienung und Motion Control ist natürlich auch ne ganz  feine Sache. Die Gabel spricht super schön an, und das blockieren fällt dank der Fernsteuerung am Lenker super leicht aus. Was mir auch besonders gefällt ist das Motion Control System, bei welchem man mit Hilfe eines Floodgate Ventil die Auslösehärte beim Lock-Out einstellen kann und so harte Schläge abgefedert werden.

Beim X-Fusion Plattformdämpfer war ich zuerst etwas skeptisch, da ich ja an meinem alten Bike ein DT Swiss Dämpfer hatte und der super seine Arbeit verrichtete. Der X-Fusion 02 PVA erhielt speziell von Ghost ein eigenes Setup. Laut den Tests sollen die heutigen X-Fusion Dämpfer ja sehr gut sein. Gespannt fuhr ich heute meinen Haustrail und muss sagen, der Dämpfer ist 1A. In der „offenen“ Position spricht er super sensibel auf jedes noch so kleine Steinchen an und harmoniert sehr gut mit der RS Gabel. Auch wenn man auf Beton fährt und der Dämpfer in der offenen Position stehen hat tritt fast gar kein Wippen auf was scheinbar auch mit dem Hinterbau des AMR zu tun haben könnte. Die anderen zwei Stufen „mittel“ und „hart“ verrichten ihren Dienst auch perfekt. Auf der harten Stufen gibt es nicht einmal ein Wippen im Wiegetritt, doch sobald ein etwas härterer Schlag von unten kommt, öffnet sich das System. Ich fahre jetzt auf der Strasse und bergauf wenn der Boden fest ist mit der harten Stufe, auf Schotter mit der mittleren und bei Wurzeltrail und Downhills lass ich es in der offenen Position krachen. 

Ich war immer etwas skeptisch gegenüber Plattformsystemen, da ja auch das Ansprechverhalten etwas schlechter sein solle wie bei den normalen Lock-Out Systemen, doch nun muss ich sagen, vor allem auch gerade mit meinem Dämpfer, dem ist nicht so. Plattform ist Top!

Die Magura Marta Bremsen gefallen mir persönlich auch Super. Das Design der Scheiben ist filigran und hebt sich etwas von den anderen Rotoren ab. Der Druckpunkt und die Dosierbarkeit ist perfekt. Die Bremse sieht sehr edel aus auch von der Verarbeitung her. Und zu guter letzt hat sie natürlich in Sachen Gewicht auch die besten Karten in der Hand.

An meinem „alten“ Bike hatte ich immer die Schwalbe Fat Albert montiert und war sehr zufrieden, da ich noch nie einen Reifenschaden hatte. Am Ghost sind jetzt Nobby’s verbaut in der breite 2.25 welche natürlich optisch zu den Fat Alberts etwas schmäler ausfallen und auch keine Snake Skin mehr besitzen. Vom Abrollwiederstand her rollen die Nobby einiges leichter wie der Dicke Albert. Grippmässig konnte ich heute auf meiner Tour auch keinen Unterschied feststellen. Also bis dahin auch ein toller Reifen, fast noch etwas besser wie der Albert, da er etwas leichter rollt. Skeptisch bin ich noch etwas mit der Pannensicherheit der Nobby, da es bei mir in den Bergen doch immer wieder einige ruppige Trails mit scharfen Felsbrocken hat. Mal schauen wie viel die Nobbys einstecken können.

Für mich persönlich passt das Ghost AMR Midseason wie ne Faust aufs Auge, hätte nichts was mich stört, oder was ich durch etwas anderes ersetzen müsste. Ich bin einfach nur super happy und freue mich schon auf die kommenden Touren welche wir gemeinsam unternehmen werden.

Melchsee Frutt-Jochpass

Posted by darkthrone on 05 August, 2007 17:46

 

Heute startete ich meine Tour wiederum vor der Haustür um 7:00 Uhr morgens. Es war noch recht kalt so früh am morgen, aber lieber etwas kälter als viel zu warm.

 

Ich fuhr von Sachseln auf das Flüeli Ranft und von dort über die alte Melchtalstrasse bis zum Dorf Melchtal. Vom Melchtal ging es weiter in Richtung Stockalp. Nach 50 Minuten pedalieren und knapp 600 Höhenmeter war nun die Temperatur ideal.

 

Punkt 8:00 Uhr fuhr ich die Melchsee Frutt Strasse hoch (Gerade Stunden: Fahrten nach oben; Ungerade Stunden: Fahrten nach unten.) Nun lagen also weitere 950 Höhenmeter bis zur Frutt vor mir. Zu meinem erstaunen stellte ich fest, dass viele andere Biker auch so früh an einem Sonntagmorgen  ihren Uphill in Angriff nahmen.

 

Einige Kilometer und Haarnadelkurven später erreichte ich die Bergstation der Gondelbahn auf der Frutt.

  

Nun stand erst mal eine kleine Rast auf dem Programm, denn nach 1600 Höhenmetern spürte ich schon etwas meine Beine.

 

Danach ging es weiter am Frutt See entlang zum Tannsee bis zur Tannalp.

   

 

Ab Tannalp nahm ich den Bergwanderweg zur Engstlegenalp. Der erste Teil ist fahrbar jedoch muss (sollte) ein Teil, ca. 800m das Bike geschoben werden, wegen akuter Absturzgefahr und aus Rücksichtnahme gegenüber den vielen Rotsocken.

   

   

 

Nun erreichte ich die Engstegen Alp, weiter ging es am Engstlegensee entlang wieder etwas hinauf bis zur Gondelstation der Sesselbahn Engstlegen-Jochpass. Bei der Station konnte ich auch sogleich einen ersten Augenschein nehmen von der neu extra für Biker gebauten Abfahrtsstrecke inkl. Wandererverbot J Von hier an könnte man den Downhill 2800m und 230 Höhenmeter hinauffahren jedoch ist dieser sehr steil und mit feinem Schotter belegt. Ich entschloss mich den Sessellift zu nehmen, wollte ja auch nicht mein Bike unbedingt die halbe Strecke hinaufschieben müssen und zudem kam mir die Bahn eigentlich gerade gelegen (Faultier). Ab zur Kasse, Billet gelöst auf den Sessel gesessen Bügel geschlossen und der freundliche Sesselwart hob mir mein Bike auf den Bügel und so konnte ich es bis nach oben ohne Probleme halten. Während der Auffahrt konnte ich immer wieder die Bikestrecke begutachten und meine Vorfreude auf die Abfahrt nahm stetig zu.

   

 

Endlich oben angekommen, habe ich mir gleich mein Bike geschnappt und bin zum Startpunkt der Strecke gefahren.

 

Mhh sieht ja eigentlich ganz nett und nicht all zu schwer aus der Trail, dachte ich. Ich stellte meinen Sattel runter, schwang mich aufs Bike und ratterte die erste gerade in etwas schnellerem Tempo runter bis zur ersten Kurve. Ich bremste die Kurve an und oh oh oh, was ist das, Bremskraft lässt zu wünschen übrig, Rad blockierte die kurve kam näher und näher und mein Bike wollte einfach nicht an Fahrt verlieren. SCh…. dachte ich und zwei Sekunden später schlug es mich aus dieser verflixten Kurve gleich in eine tiefe Furche runter. Das Rad blieb stecken und ich flog geradeaus über den Lenker ins Grass. Mit einer mehr oder weniger eleganten Abrolle fing ich meinen Sturz auf. Bei mir war noch alles dran, schmerzen hatte ich auch keine und mein Bike war auch heil geblieben. Glück gehabt.

 

Nun fuhr ich den letzten Teil etwas vorsichtiger runter, denn der verflixte feine und doch reichliche Kiesel hatte seine Tücken, vor allem beim anbremsen und in den engeren Kurven.

   

   

   

 

Unten angekommen ging es nun wieder den gleichen Weg retour zur Frutt. Auf halbem Weg zur Frutt auf einem verblockten Trail  blieb mein Rad wieder in einer verflixten Mulde stecken und ich durfte nochmals einen Flug über den Lenker geniessen. Auch da ist mir zum Glück nichts passiert, dank dem Rasen. Heute war einfach nicht mein Tag, gleich zwei Stürze, dass kann ja nicht das gelbe vom Ei sein.

 

Nach der Bergstation Frutt fuhr ich ein paar 100m die Bergstrasse runter und bog dann in den „Alten Fruttweg“ (Bergwanderweg) ein. Was für eine Traumabfahrt 900 Höhenmeter Singletrail, Millionen von Stufen und Absätzen, verbockte Stellen, was will ein Bikerherz mehr. Ich fuhr und fuhr und fuhr und die Abfahrt wollte einfach kein Ende nehmen. Das ganze dauerte sicher etwa 30-40 Minuten. Unten angekommen brannten meine Beine von der Abfahrt, denn sitzen liess dieser herrliche Downhill nicht zu.

   

   

   

 

Nun ging es weiter auf der asphaltierten Strasse abwärts zurück nach Flüeli Ranft und Sachseln.

 

Diese Tour war einfach der haaaammmmmmmeeeeeerrrrrr.

 

Das nächste Mal fahr ich die Tour von Engelberg aus. Mit der Bahn hoch zum Jochpass und dann wieder die spezielle Downhillstrecke ein paar Mal (mit 4 Seen Kombibillet) und dann nochmals der genial Fruttweg runter. Hoffentlich ohne Stürze.

Tourenanforderung: 

Kondition: Anspruchsvoll
Höhenmeter: knapp 2000
Technik: Anspruchsvoll  
Länge: 60 Kilometer