Klein Melchtal-Dundelegg

Posted by darkthrone on 21 Juni, 2007 22:09

Da ich mich letzten Sonntag sehr fit fühlte, startete ich den Versuch und legte mir zwei Touren zusammen.

Der Start war in meinem Wohnort Sachseln. Ich fuhr die ersten 6 Kilometer der Älggitrophy in Richtung Kleines Melchtal. Auf halber Strecke zur Älggi bog ich nun links zur Rinderalp ab und dann immer weiter auf einem Beton-/Kiesweg ins Kleine Melchtal hinein,

    

   

bis dieser die Talseite mithilfe einer Brücke wechselte. Auf der anderen Seite nahm ich nun die Alpstrasse welche von Kaiserstuhl Richtung Klein Melchtal führt zurück bis an den Taleingang. Der Weg verlief ziemlich eben und war auch Teils betoniert, teils kiesig.

   

 

Bei der Brunnenmad 1180 MüM verliess ich die Alpstrasse und nahm nun den Wanderweg in Richtung Lungern. Dieser Höhenweg traversierte zuerst die Flanke des Rudenzerbergs bis dieser dann in einer steilen und rasanten Schotterabfahrt nach Lungern zum Bahnhof endete.

   

 

 In Lungern angekommen, hatte ich die ersten 1000 Höhenmeter meiner Tour hinter mich gebracht. Nun standen nochmals 1000 Höhenmeter vor mir bis ich den höchsten Punkt erreichte. Ich fuhr also vom Bahnhof Lungern den Talboden hinüber zur Talstation der Lungern-Schönbühl Bahn. Hier hätte ich die Gelegenheit packen können mit der Gondel 750 Höhenmeter zu sparen. Dies stand jedoch für mich nicht zur Debatte. 

So nahm ich also den Alpweg zur Alp Dundel in Angriff. Der Aufstieg war hart, das Gefälle unterschritt die Grenze von 14% Steigung nicht mehr. Netterweise ist die Strasse bis oben betoniert was natürlich einiges an Kräften spart. Schwitzend und keuchend, ackerte ich mich Meter für Meter nach oben. Endlich angekommen auf der Alp, gönnte ich mir zwischen dutzenden von neugierigen Kühen eine kurze Pause und einen Powerriegel. Die Luft roch nicht gerade nach Rosen, daher ging es bald weiter auf dem Bike die letzten 250 Höhenmeter auf Schotter bis auf die Dundelegg.

   

     

      

Auf der Dundelegg angekommen hiess es jetzt das Bike die letzten 50 Höhenmeter über eine steile Kuhweide zu schultern.

  

Oben angekommen folgte ich nun dem Grat auf dem Bergwanderweg Richtung Sädel. Der "Weg" war sehr holperig zu fahren da es eigentlich nur eine erneute Kuhweide war. Bei Sädel bog ich in den Bergweg Richtung untere Fluonalp ein, zuerst wieder über eine Kuhweide und danach auf einer Schotterstrasse bis zur Alp. Weiter der Alpstrasse folgend bis zum Wanderwegabzweiger „Aeschligrat“ auf welchen ich nun einbog. Der erste Teil des Wanderwegs verlief wiederum auf einem Kiesweg bis dieser zu einem Bergwanderweg mutierte. Nun hiess es erneut das Bike zu Schultern und durch einen Urwald von Gebüsch und Gestrüpp wieder etwa 50 Höhenmeter zu vernichten. Am Äschligrat angekommen, freute ich mich nun auf den rasanten Schotterdownhill zurück nach Lungern.

   

    

  Von Lungern fuhr ich am Lungernsee entlang Richtung Kaiserstuhl und von dort den Bergweg hinunter nach Giswil. Irgendwie war ich doch noch nicht ganz auf der Schnauze und so umrundete ich auch noch den Sarnersee bevor ich wieder nach Sachseln zurück kam.  

Tourenanforderung:  

Länge: 64 Km.
Höhenmeter: 2300
Höchster Punkt: 1690 MüM
Technik: Leicht-Mittel
Kondition: Schwer
Touren Kartenmaterial: Obwalder Wanderkarte; Ob-/Nidwaldern Singletrailmap

 

 

Tour auf die Bärenfallen

Posted by darkthrone on 10 Juni, 2007 21:55

Heute Morgen präsentierte sich der Sonntag bei uns von der schönsten Seite. Kein Nebel, keine Wolken, nur einen hellblauen mit Sonnenstrahlen durchleuchteter Himmel. Ideales Bikewetter also!

 

Nix wie los dachte ich, nur noch kurz was zu Morgen essen, etwas Ovomaltine trinken (Man soll’s ja mit dem Getränk etwas länger mögen). Bikeutensilien zusammensuchen alles für die Tour vorbereiten, ab in Keller, Pneus und Dämpfer pumpen und zu guter letzt das Bike ins Auto verladen, denn ich fuhr mit dem Auto nach Stans.

 

Um 09:45 in Stans auf dem Parkplatz angekommen juckte es mich schon in den Waden vor lauter Vorfreude wieder mal eine neue Tour kennen zu lernen.

 

Nun ging es endlich los. Ich radelte also von Stans in Richtung Buochs.

 

Schon ausserhalb von Stans wünschte ich mir, dass ich auch ein Navigationsgerät mein eigen nennen könnte, habe nämlich die Abzweigung auf den Wanderweg nach Buochs verpasst und musste noch dazu feststellen, dass die Strassen um mich herum irgendwie nicht mit denen auf der Karte übereinstimmten.

 

Egal, habe dann den Weg doch noch gefunden, welcher am Fusse des Buochserhorns entlangführe und immer wieder einen schönen Blick auf den Vierwaltstädtersee, Rigi, Mythen freigab.

   

 

 

Oberhalb von  Buochs  ereichte ich dann die Alpstrasse welche mich bis zum Tannibüel auf 1527 MüM bringen sollte. Der Aufstieg zum Tannibüel ist mit einer durchschnittlichen Steigung von 10% und mehrheitlich auf Beton noch zu ertragen. Doch einen Teil der Strecke  musste ich an praller Sonne fahren und so Stieg meine Temperaturanzeige 34C° und das schon um 11 Uhr morgens! Egal muss weiter immer weiter nach oben und das Mundstück des Camelbacks wurde immer öfters verwendet. Auf dem Aufstieg stiess ich noch auf viele andere Leidensgenossen.

   

 

Angekommen auf dem Tannibüel und bei der Vorbeifahrt an dessen Restaurant war ich erstmals geschockt. Eh, Eh, Eh, was los! Gibt’s hier was gratis? Ich sah vor lauter Rotsocken den Weg nicht mehr. Sogar eine japanische Reisegruppe viel mir ins Auge. Hallo, eh hier ist doch nicht der Pilatus, oder die Jungfrau!

 

Ich gönnte mir zuerst mal eine kleine Pause (natürlich nicht im überfüllten Restaurant) kramte mir meinen Energieriegel hervor und genoss die Aussicht auf die umliegenden Gipfeln. Einen Blick auf meine Singeltrailkarte gab mir bekannt, dass von nun an nur noch ein kleines Stück  Kiesstrasse und die letzten Höhemeter auf mich wartete bis das Abfahrtsvergnügen beginnen konnte.

      

 

 

 

Flink strampelte ich also die besagten Höhenmeter ab und bog dann auf den Bergwanderweg (Roter Singletrail) in Richtung Bärenfallen ab. Der Trail verlief zwar noch nicht abwärts wahr aber trotzdem schön zu fahren. Auf der Bärenfallen (1580MüM) angekommen sah ich gleich den langen Downhill zur Alp Ahorn welcher auf der Karte als schwarzer Trail eingezeichnet ist.

   

   

 

So mal schauen wie fahrbar dieser Abschnitt ist, dachte ich. Denn im Tourenbeschrieb stand, dass dieser Teil sehr technisch ist und nur von den technisch sehr guten Fahrern ganz auf dem Rad bewältigt werden könne.

 

Ich  klickte mich ein  und folgten dem schmalen steilen Trail abwärts welcher ca. alle 5 Meter mit Kniehohen Absätze und grösseren Steinen gespickt war. Die Dämpfer schmatzen, kamen ab und an an Ihre Einfederungsgrenzen trotz 145mm Federweg und ein breites Grinsen stellte sich auf meinem Gesicht ein. Zum Glück war der schmale Trail nicht mehr so von Rotsocken belagert und so konnte ich mich meistens voll auf die Strecke konzentrieren. Mir wurde sogar von den Wanderern mit staunenden Gesichtsausdrücken bereitwillig Platz gemacht, was ich natürlich mit einem freundlichen Gruss und einem Danke vielmals quittierte.

 

   

 

     

Angekommen auf der Alp Ahorn gönnte ich mir kurz ne kleine Pause um auch mein Adrenalin wieder etwas in normale Bahnen zu bekommen und natürlich musste ich mich wieder mal mit er Bikerkarte rumquälen, ach wieso habe ich kein Navi!

 

Ich war erstaunt dass ich die ganze Abfahrt voll fahren konnte und nicht mal so als absolut unfahrbar fand.

 

Nun ging’s auf einem Forstweg weiter nach Oberrickenbach wo ich natürlich wieder mal den Abzweig verpasste, nerv! Ein netter Rotsocken half mir weiter, Danke!  Weiter ging’s nun auf einem weiteren Forstweg hinunter in Waseneggli, Dallenwil.

   

   

   

 

Auf ca. 900MüM verlangsamte ich meine Geschwindigkeit, denn ich wollte ja die Abzweigung auf den Bergwanderweg hinunter ins Tal nicht verpassen. Dieser war wieder als schwarzer Trail gekennzeichnet und fast noch etwas kniffliger und verbockter wie der Trail zur Alp Ahorn. Wieder mit einem Glücksgefühl im Tal angekommen, nahm ich noch die letzten Kilometer zurück nach Stans zum Auto in Angriff.

               

  

Tourenanforderung:

 

Länge: 40km

Höhenmeter: 1420 ab Stans

Höchster Punkt: 1580 MüM

Technik: Anspruchsvoll

Kondition: Mittel-Schwer

Touren Kartenmaterial: Singletrailmaps Ob-/Nidwalden; Luzern

Klein Melchtal

Posted by darkthrone on 03 Juni, 2007 19:47

Da wir heute im Obwaldnerland den ganzen Tag eine Tiefe Nebelgrenze hatten und somit Touren in grösseren  Höhen nicht wirklich interessant waren, entschloss ich mich, wieder mal eine kurze Tour ins Kleine Melchtal zu unternehmen. Das Kleine Melchtal ist eine zum grössten Teil enge Schlucht in der die Kleine Melchaa ihren Weg von der Melchtalalp nach Giswil in den Sarnersee begeht. Bei grossen Unwettern kann die Kleine Melchaa ein richtiges kleines Biest sein und grosse Verwüstungen anrichten, wie zuletzt im Jahre 2005 beim letzten Hochwasser. Der Weg war nach dem Unwetter nicht mehr begehbar, da die Kleine Melchaa mit Baumstämmen und haushohen Felsbrocken den Weg und die Brücken zerstört hatte. Heute ist der ganze Weg bis zur letzten Brücke freigelegt und wieder begeh-/befahrbar.

 

Ich fuhr also von Sachseln in Richtung Giswil der Strasse entlang. Beim Restaurant Zollhaus beginnt der Wanderweg ins Kleine Melchtal. Von da an gibt es zwei Startvarianten. Die eine Variante führt am Anfang einer Forststrasse entlang und ist weniger steil. Ich wählte die schwerere Variante und folgte direkt dem Wanderweg hinauf. Der kräftezehrente Anstieg bis auf die Zusammenkunft des Forstweges beträgt ca. 1 Km und die durchschnittliche Steigung beträgt ca. 20% wobei die Steigung auf den letzten 50 Meter 30% erreicht.

   

 

Das steilste Stück hinter mich gebracht, folgte ich nun noch ein Stück dem Forstweg welcher dann Anfangs Melchtal zu einem Wanderweg wird. Die Fahrt das Melchtal hinauf erfolgt bis zum Schluss auf Schotter und ist landschaftlich wundervoll. Zum teil ist die Schlucht recht eng und die Felsflanken steigen links und rechts des Weges in die Höhe und sind meistens mit Moos überwachsen und zum Teil stürzen sich kleine Bächlein als kleine Wasserfälle hinunter.

                                                  

Verirren kann man sich eigentlich nicht, da man nur diesen Weg nehmen kann. Die wenigen Wegabzweigungen links und rechts steigen steil den Hang hinauf und sind schon zu Fuss schwer begehbar.

 

Am Ende des „fahrbaren Weges“ angekommen gönnte ich mir eine kleine Pause. Von hier an könnte man den sehr steilen und schmalen mit Drahtseil gesicherten Weg in Richtung Älggi und dem Mittelpunkt der Schweiz nehmen wobei dies mit dem Bike nicht machbar ist.

            

Ich fuhr nun den gleichen Weg wieder zurück und genoss die rasante Abfahrt und nütze die ab und zu kommenden höheren Bodenwellen um sie als Absprunghilfe für kleinere Sprünge zu nützen, welche den Spass nochmals steigerten.

 

Alles in allem eine kurze nicht sehr anspruchsvolle Tour in schöner Umgebung und ideal auch für Anfänger zu fahren, da die Strecke eigentlich keine technischen Passagen und enge Trails beinhaltet. Die Landschaft ist einfach traumhaft und auch für erfahrene Fahrer schön zu fahren.

  

Tourenanforderung:

 

Länge: ca. 19Km (von Sachseln)

Höhenmeter: ca. 500hm von Sachseln

Höchster Punkt: 1007 MüM

Technik: Leicht

Kondition: Leicht-Mittel

Touren Kartenmaterial: Obwaldner Wanderwegkarte 1:50000, Landestopo Karte der Schweiz „Melchtal“ 1:25000

Parkmöglichkeiten: Neben dem Restaurant Zollhaus gibt es einige Parkplätze

 

PS: ca. Angaben entstanden da ich versehentlich der Bikecomputer während der Tour zurückgestellt hatte L . Bildqualität ist etwas schlecht da mit dem Mobiltelefon aufgenommen.